Freitag, 1. April 2005

Short Cuts



Was sich so angestaut hat. Einige Filme, die ich zum ersten Mal oder doch zumindest auf völlig neue Art gesehen habe, in aller Kürze:


»Der Krieger und die Kaiserin« (D 2000, Tom Tykwer)

Prägnantes Beispiel für die Verwechslung von »langsamer Film« und »langweiliger Film«. Filme, die so penetrant und manieristisch »KUNST!« zu sein behaupten, sind mir immer schon suspekt gewesen. Ich bin leidensfähig: Ich habe so manchen Film durchgestanden. (Hey, »Letztes Jahr in Marienbad« war eine Qual sondergleichen aber ich habe es geschafft!) Diesen habe ich nach einer dreiviertel Stunde aufgegeben. | IMDB

* * *

»Une liaison pornographique« (FR 1999, Frédéric Fonteyne)

Sehr schön. Ganz und gar unaufgeregt. Das Thema von »Intimacy« in weniger explizit aber nicht unbedingt weniger intensiv. | IMDB

* * *

»Fast Food, Fast Women« (USA/FR/IT 2000, Amos Kollek)

»Fast Food, Fast Women« schlängelte sich so durch und knapp eine Woche nachdem ich diesen Film gesehen habe, ist bloß noch diese seltsame Erscheinung Anna Thomsons (aka Anna Levine) in schauriger Erinnerung. | IMDB

* * *

»Top Job. Diamantenraub in Rio« (IT 1967, Giuliano Montaldo)

Sehr schönes Heist-Movie. Für das Genre ein Meilenstein. Hat den neueren Heist-Movies wie »The Italian Job« oder gar »The Score« vor allem eines voraus: sanfte, unterschwellige Melancholie. Die war vielleicht noch in »The Good Thief« zu bemerken, aber bei dem fehlte mir halt die Patina. | IMDB

* * *

»Dial M for Murder« (USA 1954, Alfred Hitchcock)

Mit und mit versuche ich alle mir erreichbaren Hitchcocks anzuschauen. Diesen hier habe ich bereits als Kind gesehen und ihn eher als langweilig in Erinnerung gehabt. Was ein Blödsinn. Wohow! Ganz ganz großes Theater-Kino. Und der Kommissar muss die Blaupause für Columbo gewesen sein. In seiner Reduziertheit ein toller Film. Weiß jemand, was es mit den Lampen auf sich hat? | IMDB

* * *

»Das Interview« (NL 2003, Theo van Gogh)

Und noch ein Kammerspiel. »Das Interview« wurde in den letzten Wochen gleich drei mal auf Arte ausgestrahlt. Genügend Zeit also, um nachzusprüfen, was man bereits vermutete: dass dieser Film so schmucklos ist, so ohne jegliches Interesse an Kamera und Schnitt gemacht scheint. Ein reiner Schauspieler-Film also. Aber das reicht hier vollkommen. Allein die Darstellung der zwei Protagonisten: groß! Ein durchdringender und überaus intensiver Film. | IMDB

* * *

»Nothing« (CAN 2003, Vincenzo Natali)

Im Kino gewesen. Zweimal gelacht. | IMDB


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