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    <title>.txt (random | life | samples) : Rubrik:concert.diary</title>
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    <description>random | life | samples</description>
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  <item rdf:about="http://txt.twoday.net/stories/2092311/">
    <title>&lt;hr /&gt;
Man könnte so viel erzählen. Man könnte so viel sagen. Man könnte erzählen,...</title>
    <link>http://txt.twoday.net/stories/2092311/</link>
    <description>&lt;hr /&gt;
Man könnte so viel erzählen. Man könnte so viel sagen. Man könnte erzählen, wie frenetisch das Publikum Feist abgefeiert hat. Man könnte erzählen, wie wunderschön es war, als Klez.E am Ende noch Delbos jetzt schon famoses »Départ« gespielt haben. Man könnte so viel erzählen über Okkervil Rivers Stimmlage bei »For Real«. Man könnte so viel über Emohaushalte, Regen und wichtige Menschen erzählen. Man könnte so viel über Feists Schlagzeug-Orkan bei Jason Colletts »Ill Bring The Sun« erzählen. Man könnte so viel über Amy Millans Sologig erzählen und den nicht erhaltenen Heiratsantrag im Johnny Cash-Stil. Man könnte so viel über den schlicht zu betrunkenen Thees und sein nervig »kleines« Ego erzählen. Man könnte so viel über die Art Bruts »Top Of The Pops«-Ansage (und ihre Art »Blumfeld« auszusprechen) erzählen. Man könnte so viel über die fantastische erste und fragwürdige zweite Indiedisko erzählen. Und wenn ihr mir das alles nicht glauben wollt, dann glaubt mir wenigstens, dass man Bücher füllen könnte mit dem, was man über Karen O, ihr Kostüm und die Cool Kids bei den Yeah Yeah Yeahs erzählen könnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber am Ende hieße es einfach immer wieder: Ganze Bibliotheken zu füllen über den Headliner. Ganze Bibliotheken über schlicht Unsagbares, über Momente, die nicht nachzuerzählen sind. Ganze Bibliotheken über das sage und schreibe dreistündige Set. Ganze Bibliotheken über Evan Cranleys Beinproblem. Ganze Bibliotheken über Amys »Anthems For A Fifteen Year-Old Girl«-Performance. Ganze Bibliotheken über »Ibi Dreams Of Pavement«. Ganze Bibliotheken über den Moment, als Kevin Drew die schönste Nada Surf-Zeile aller Zeiten sang. Ganze Bibliotheken über die schnelle »Handjobs For The Holidays«-Version. Ganze Bibliotheken über die schnelle »Major Label Debut«-Version, bei der Kevin bei uns war, vor dem Publikum, und ich seine Hand hielt, damit er nicht umfällt. Ganze Bibliotheken über die Ärgernisse, wütend hingeschmissenen Gitarren, und die Unmöglichkeit, derartig große Musik auf der Bühne zu erleben. Ganze Bibliotheken allein über die zwanzigminütige Schlussnummer »Its All Gonna Break«, Feists Schlagzeug darin und den Bolero, der alles beerdigt. Ganze Bibliotheken über Kevins Rückkehr (und die unweigerliche Regel, dass bei Broken Social Scene-Konzerten ganz egal ist, wer da ist, wer singt, wer was macht, weil es IMMER perfekt ist, weil du es mit geschlossenen Augen nicht merkst, dass grad Andrew Whiteman und nicht Kevin diesen Mittelpart gesungen hat). Ganze Bibliotheken über Kevins erschöpfte durchs-Publikum-gehen-und-jeden-umarmen. Ganze Bibliotheken über die Tatsache, dass, was auf dieser Bühne passiert, die Welt verändert. Ganze Bibliotheken. Und am Ende hätte man trotzdem nichts erzählt.
&lt;hr /&gt;</description>
    <dc:creator>wiesengrund</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://txt.twoday.net/topics/concert.diary&quot;&gt;concert.diary&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 wiesengrund</dc:rights>
    <dc:date>2006-05-30T17:15:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://txt.twoday.net/stories/2055382/">
    <title>Final Fantasy  19.05.2006</title>
    <link>http://txt.twoday.net/stories/2055382/</link>
    <description>&lt;hr /&gt;&lt;b&gt;Er ist angekommen. Vor einer fast vollen Szene Wien zelebrierte ein enorm wichtiges Talent sein zweites Album. Der Erfolg sei ihm gegönnt.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://finalfantasyeternal.com/&quot;&gt;&lt;center&gt;&lt;img src=&quot;http://img47.imageshack.us/img47/9540/finalfantasy9nn.jpg&quot; alt=&quot;Final Fantasy&quot; /&gt;&lt;/center&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Owen Pallett hat mit »He Poos Clouds« zurzeit das Drama im Gepäck. Ein Drama, das so abgrundtief stürmischer und ernster wirkt als das märchenhafte Debüt »Has A Good Home«, dass man es fast nicht mehr glauben möchte, hier wäre derselbe Owen Pallet unterwegs. Derselbe Owen Pallett, der uns &lt;a href=&quot;http://txt.twoday.net/stories/711785/&quot;&gt;damals vor Arcade Fire&lt;/a&gt; in dieses neue Universum katapultiert hat. Derselbe Owen Pallett, der dann eine halbe Stunde später mit Arcade Fire zusammen &lt;a href=&quot;http://txt.twoday.net/stories/711785/&quot;&gt;das größte Konzert der letzten Jahre&lt;/a&gt; hingelegt hat. Derselbe Owen Pallett, der uns im rhiz damals mit Von Spar-Schlagzeugunterstützung &lt;a href=&quot;http://txt.twoday.net/stories/1056649/&quot;&gt;unheimlich schön zum Tanzen gebracht&lt;/a&gt; hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und irgendwie ist er derselbe Owen Pallett geblieben, auch wenn seine Songs nun weiter gehen und er statt musikalischer nun visuelle Unterstützung (eine Overhead-Show: »Orpheus«, was sonst) hat. Zu bieten hat er (als sympathischer Entertainer auch vor größeren Mengen) ein Best Of seiner beiden Alben, welches in jeder Sekunde perfekt sitzt und alle Wünsche erfüllt. Bloc Party wird natürlich wieder gecovert, und die »Ich hab den Text vergessen, und erfinde einen neuen.«-Nummer habe ich noch nie so unbeschwert erlebt wie bei ihm. Final Fantasys mystische Qualitäten werden durch die Orpheus-Sache natürlich enorm konzentriert, und das Drama spricht zu uns, ohne beklemmend oder angsteinflößend zu sein. Bei Final Fantasy gehen Drama und jugendliche Indie-Freude Hand in Hand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum Final Fantasy immer noch »Indie« ist? Weil es mir gestern aufgefallen ist: Hätte sich eine Band mal hingesetzt und diese Songideen mit Gitarren, Bass und Drums nachgespielt, wäre es das beste Franz Ferdinand-Album seit Maximo Park gewesen. Aber nein, diese wunderschönen Feuerwerke gehören ganz allein der Violine statt der Gitarren, dem Rudern statt dem Schlagen. Schließlich starb der erste Gitarrist der Geschichte ja auch unglücklich. 
&lt;hr /&gt;</description>
    <dc:creator>wiesengrund</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://txt.twoday.net/topics/concert.diary&quot;&gt;concert.diary&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 wiesengrund</dc:rights>
    <dc:date>2006-05-23T08:19:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://txt.twoday.net/stories/2049154/">
    <title>Xiu Xiu  14.05.2006</title>
    <link>http://txt.twoday.net/stories/2049154/</link>
    <description>&lt;hr /&gt;&lt;b&gt;Auch sein dritter Auftritt in Österreich erwirkte immer wieder Staunen, Entsetzen und Verzweiflung. 40 Minuten Jamie Stewart sind genug.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.xiuxiu.org/&quot;&gt;&lt;center&gt;&lt;img src=&quot;http://img50.imageshack.us/img50/6899/xiu7sv.jpg&quot; alt=&quot;Xiu Xiu&quot; /&gt;&lt;/center&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Als Xiu Xiu das erste Mal in Wien auftrat, zur Fabulous Muscles Tour 2004, habe ich mir das erste Österreich-Autogramm von ihn geholt. Er schrieb aufs Tour-Plakat: »Dear Marko. The candy store will never close because of you. Love Jamie«. Es war eine kleine und familiäre Runde im Chelsea versammelt gewesen. Es war ein schöner Abend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Jahre später hat Jamie Stewart sein vielleicht bestes Album »La Fôret« herausgebracht, und es hat sich langsam rumgesprochen. Wenn es einen störenden Aspekt an seinem Auftritt letzten Sonntag gab, dann war es die Überfüllung des Raumes. Bei der Nähe, die einem die Musik bietet, bei der emotionalen Vereinnahmung braucht man nicht noch zweihundert andere Leute, die sich über das Bier unterhalten. (Und es war das erste Mal, dass mich so was bei einem Konzert wirklich gestört hat.) Vielleicht war diese gedrängte Publikums-Atmosphäre auch der Grund, warum Jamie nur 40 Minuten auf der Bühne verbrachte. Aber 40 Minuten, die eben alles zu bieten hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Xiu Xiu sind deswegen so unglaublich essenziell, weil sie schlicht und einfach an der Grenze des Sagbaren der Popmusik operieren. Weil dieses verstimmte Songverständnis, diese Instrumentenwahl und Jamies Art zu singen einfach Universen auftun, vor denen alle anderen Bands Angst haben. Weil es dort Sachen zu hören und fühlen gibt, die sonst immer unter der Oberfläche gehalten werden. Weil Xiu Xiu Tabubrüche und emotionalen Overkill als selbstverständlich ansehen, und dabei  mit all ihrer Schwierigkeit  im Endeffekt wunderschöne Musik produzieren (auch wenn Stewart diesmal gar nicht bis zum Hit »I Luv The Valley Oh!« kam). So wunderschön, wie sich eine Kindheitserinnerung an einen Süßigkeitenladen anfühlen muss.
&lt;hr /&gt;</description>
    <dc:creator>wiesengrund</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://txt.twoday.net/topics/concert.diary&quot;&gt;concert.diary&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 wiesengrund</dc:rights>
    <dc:date>2006-05-22T08:09:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://txt.twoday.net/stories/2013210/">
    <title>Gravity</title>
    <link>http://txt.twoday.net/stories/2013210/</link>
    <description>&lt;hr /&gt;
&lt;b&gt;Als neues Festival hat mans nie leicht, umso beachtlicher war das Line-Up des neuen &lt;a href=&quot;http://www.myspace.com/gravityfestival&quot;&gt;Gravity-Festivals&lt;/a&gt; im &lt;a href=&quot;http://www.planet.tt/&quot;&gt;Planet-Music&lt;/a&gt;. Soundtechnische Schwierigkeiten und teilweise recht mangelndes Publikumsinteresse konnten aber nicht verhindern, dass ein paar Bands ein paar verdammt wichtige Konzerte gegeben haben.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.wrens.com/&quot;&gt;&lt;center&gt;&lt;img src=&quot;http://img55.imageshack.us/img55/748/wrens4ad.jpg&quot; alt=&quot;The Wrens&quot; /&gt;&lt;/center&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Der Eröffnungsabend war vor allem von einer Startschwierigkeit eines jungen Festivals geprägt: Niedrige Besucherzahl. THE WRENS wären ja eine eigentlich große Band (und »groß« meint hier, dass sie das Flex sicher ausverkaufen würden). Aber im Endeffekt kamen nur ungefähr 100 Leute in den Genuss des ersten Österreich-Gigs der Wrens. Diese 100 erlebten also aus erster Hand, wie alte Indie-Helden, die 2003 den vielleicht sensationellsten Reunion-Durchbruch aller Gitarrenzeiten feierten, ihrem vorauseilenden Ruf als Bühnenlegenden gerecht werden. &lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B0009VAEPG/qid=1147762122/sr=8-1/ref=sr_8_xs_ap_i1_xgl/302-7302259-7600800&quot;&gt;»The Meadowlands«&lt;/a&gt;, besagte Sensations-Platte, ist diesbezüglich niemals ein uneinholbarer Koloss, mit dem du den Gig ständig vergleichst, um herauszufinden, ob er nun besser oder schlechter ist. The Wrens machen ab dem ersten Song klar, dass auch 100 Leute reichen, um sich selbst, seine eigene Geschichte und das ganze Drumherum völlig zu vergessen. Es gilt ab da nur mehr präsent zu sein, diese Kraft und unschuldige Wut zu spüren. Diese Songs, diese Ekstase zu erfassen. Schließlich werden ein Dutzend Menschen aus dem Publikum auf die Bühne geholt um Percussion wörtlich zu nehmen: Als Erschütterung. Am Ende gehen die Herren durch das Publikum und danken jedem einzelnen persönlich fürs Kommen. Und sie waren nicht mal Headliner sondern drittletzte Band am Eröffnungsabend, dem Tag 0 dieses jungen Festivals. Ob das noch zu toppen war?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagen wirs mal so: &lt;a href=&quot;http://www.mylatestnovel.com/&quot;&gt;My Latest Novel&lt;/a&gt; hätten sie getoppt. Da konnten die Wrens noch so gut sein, &lt;a href=&quot;http://www.bellaunion.com/artist.php?artcode=mylatestnovel&quot;&gt;My Latest Novel &lt;/a&gt;hätten sie getoppt. Weil &lt;a href=&quot;http://www.myspace.com/mylatestnovel&quot;&gt;My Latest Novel&lt;/a&gt; zurzeit einfach alles toppen. Umso tragischer ist es, dass diese Band auf dem Weg zur Weltherrschaft mit den schönsten Songs dieses schönen Lebens wegen einem Todesfall in der Familie nicht nach Wien kommen konnte. Auch wenn Tag 1 also unter traurigen Vorzeichen stand, gab es einige gute Sachen zu sehen: Die von Bright Eyes ausgehend sich in rockig-okaye Höhen hochschaukelnden A LIFE, A SONG, A CIGARETTE tummeln sich zurzeit recht erfolgreich im Wiener Indieground. Am Tag zuvor noch Vorband der grandiosen New Pornographers eröffneten sie den Abend gemütlich, bevor MISSOURI uns etwas mit ihrem Neo-Blues-Whatever gelangweilt haben und der NEW YOUNG PONY CLUB mit synthiesinfected 80er-Pop inkl. augenzwinkerndem Punk-Anteil die Bühne erobert hat. Das solide Set erinnerte vielleicht zwei Mal zu oft an die Yeah Yeah Yeahs, behielt aber eine gute Stimmung und coole Tanzbarkeit bei. Danach brachen die TWO GALLANTS herein, ließen mit ihrer White-Stripes-Variante (wo »Blues« durch »Folk« ausgetauscht wird) keinen Stein auf dem anderen und sorgten für gute Stimmung in der an diesem Abend wirklich gut gefüllten Halle. Diese Stimmung sollte ihre finale Krönung und Entladung im sensationellen Headliner-Gig der SHOUT OUT LOUDS finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.shoutoutlouds.com/&quot;&gt;&lt;center&gt;&lt;img src=&quot;http://img55.imageshack.us/img55/6366/shoutoutloudsumbrellas3pa.jpg&quot; alt=&quot;Shout Out Louds&quot; /&gt;&lt;/center&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Hierbei wurde die Perfektion und durchgängige Verliebtheitserweckung des seit 2003 herumschwirrenden Debüts &lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B000ASAEYE/qid=1147762377/sr=8-1/ref=sr_8_xs_ap_i1_xgl/302-7302259-7600800&quot;&gt;»Howl Howl Gaff Gaff«&lt;/a&gt; einfach auf der Bühne nacherzählt. Bis in die letzte Pore auf der richtigen Seite der Macht. Eröffnet wird mit »The Comeback«, klar. Seinen schlicht unpackbaren Höhepunkt erleben wir natürlich bei »Very Loud«, der, ja, besten Gitarrenhymne der letzten Jahre. Punkt. Ihr könnt sagen was ihr wollt. Bei »Please Please Please« erzittert die zahlreiche FM4-Fraktion, und bei »Wish I Was Dead« (mit Drummachine statt Drum) erzittern die Herzen auch der letzten Reihe. »Sound Is The Word« wurde natürlich von allen vermisst, während dieselben alle bei »100 Degrees« ganz und gar den Verstand verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach ja: Wer meinte, die Shout Out Louds müssten sich mehr anstrengen, kompromissloser sein, um auch die Fans der hinteren Reihen zu überzeugen, vergisst leider, dass die Shout Out Louds niemandem mehr was beweisen müssen, niemanden von irgendwas überzeugen müssen, niemanden auch nur in einer Sekunde was schulden. Sie touren sich mit diesem sensationellen Debüt-Album aufgrund miserabelster Veröffentlichungspolitik seit drei Jahren den Arsch ab, und werden nicht müde es einfach so lässig und knackig rüberzubringen, wie es ist: Laut. Wuchtig. Melodienverliebt. Schwedisch. Und dabei aber nie im derzeit regierenden Disco-Rockismus verhangen. Die Shout Out Louds gewinnen auch dann, wenn am Ende nur drei Leute vor der Bühne stehen bleiben. Sie gewinnen, weil sie den Zirkus auch unter solchen Soundbedingungen wie eben beim Gravity machen, wo die so wichtige Stimme z.B. unter den Bass gemischt wurde, was schlicht und einfach nicht funktionieren kann bei den Songs. Sie gewinnen eben weil sie kompromisslos sind, und denjenigen, die überzeugt werden wollen, ihre Überzeugungswollung lassen. Die gleich ums Eck liegenden Hype-Argumente sind ihnen herzlich egal. Und dafür liebe ich die Shout Out Louds, nach jenem Abend mehr denn je.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tag 2 stand im Zeichen von alten Helden, die aber vorher noch durch etwas jüngeres Up &amp; Coming-Zeug eingeläutet wurden. Z.B. GO DIE BIG CITY! Ich freu mich ja immer über so kleine Undergound-Hypes, und GDBC! haben ihren definitiv verdient. Das Wiener Vielköpfigkeits-Wunder setzt auf kurze, schräge Popsongs, in einem punkigen Duktus der Architecture in Helsinki, und wurden von der DJ-Playlist passend mit Broken Social Scene ein- und mit Animal Collective ausgeleitet. Die Namens-Nähe zu den kanadischen You Say Party! We Say Die! ist vermutlich kein Zufall, und Spaß macht die Sache natürlich auch. Mit Xylophon, wilden Drums und Vollbart. Das nächste Mal sollten sich die Regional-Medien aber zweimal überlegen, ob sie das Wort »Arkaden-Feuer« so schnell in den Mund nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weniger eckig (aber noch deutlich unzugänglicher als z.B. The Futureheads) gingen Londons neue Disko-Pop-infizierte New Wave-Rock-Hoffnung NEGATIVE FOR FRANCIS ans Werk  und ihr könnt euch denken, wie tief das aaaa in Fraaancis ist. Mindestens so tief wie ihr Gig solide war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.cftpa.org/&quot;&gt;&lt;center&gt;&lt;img src=&quot;http://img55.imageshack.us/img55/14/casiotone25kc.jpg&quot; alt=&quot;Casiotone For The Painfully Alone&quot; /&gt;&lt;/center&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Danach kam aber einer der wichtigsten Helden des Festivals: CASIOTONE FOR THE PAINFULLY ALONE, mit seiner ruhigen Emotronica-Bierbank. Deutlich älter, als ich ihn mir vorgestellt habe, bewies er geniales Songverständnis, wunderbar indieesques Flächenmanagement, immer die richtige Beatwahl und einen Erzähler-Charme, der wohl nicht nur vom Vollbart definiert wird. Ein so berührendes und gleichzeitig nicht erdrückendes Konzert hat Wien schon lange nicht mehr gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grandios konterkariert wurde das alles von den schlichtweg grausigen THE GLASS, die mich vermutlich das erste Mal seit Jahren dazu gebracht haben, nach zwei Lieder zu gehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.scopitones.co.uk/&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://img55.imageshack.us/img55/3981/weddingpresent230gi.jpg&quot; alt=&quot;The Wedding Present&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; hspace=&quot;5&quot; vspace=&quot;2&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Nach der Absage von BIKINI ATOLL standen also endgültig die großen, alten THE WEDDING PRESENT auf der Bühne. Die wiederum deutlich jünger waren, als ich gedacht hatte. Natürlich können sie noch immer punkigen Brit-Poprock der 80er Bauart machen, der nicht langweilt und uns immer wieder vorführt, dass wir 90er-Kinder mit Go-Betweens (&lt;a href=&quot;http://www.go-betweens.net/&quot;&gt;R.I.P. Grant&lt;/a&gt;), The Fall, Buzzcocks und Konsorten natürlich eine Unmenge guter Musik verpasst haben. Aber wenn man mal nicht so ist, und das einfach mal ausblendet, bleibt mit The Wedding Present eine gute Live-Band über, die für ca. eine Dreiviertelstunde frischen, dynamischen Rock auf die Meute losließ und dabei recht vergnügt war. Vielleicht lag es an der schon einsetzenden Müdigkeit, dass ich dann den Faden verloren habe, vielleicht aber auch an der konsequenten Weigerung der Band »Interstate 5« der letzten Platte (die ja quasi ihre Reunion bedeutete) zu spielen. Aber es lag definitiv nicht an ihren Live-Qualitäten, denn die sind  wie gesagt  cool.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Endeffekt haben wir also ein gutes Festival (mit ein paar wenigen Pannen und Unglücksfällen) erlebt, von dem wir hoffen, dass es weiterhin zwischen den kommerziellen Massen-Dingern und so Institutionen wie dem Donaufestival eine nicht-triviale Erweiterung der Wiener Festivallandschaft darstellen wird.
&lt;hr /&gt;</description>
    <dc:creator>wiesengrund</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://txt.twoday.net/topics/concert.diary&quot;&gt;concert.diary&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 wiesengrund</dc:rights>
    <dc:date>2006-05-16T06:38:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://txt.twoday.net/stories/2005804/">
    <title>The New Pornographers  11.05.2006</title>
    <link>http://txt.twoday.net/stories/2005804/</link>
    <description>&lt;hr /&gt;
&lt;b&gt;Um auch hier endlich ihr famoses drittes Album »Twin Cinema« abzufeiern haben die New Pornographers gute Laune und eine schlicht großartig ausgelassene Bühnenperformance mitgebracht. If you got any energy left  use it tonight!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.thenewpornographers.com/&quot;&gt;&lt;center&gt;&lt;img src=&quot;http://img128.imageshack.us/img128/379/thenewpornographers15mi.jpg&quot; alt=&quot;(c) Steven Dewall&quot; /&gt;&lt;/center&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Sie sind einen langen Weg gegangen. Während sie in Kanada lange darum kämpften, nicht nur als Supergroup (also als Abklatsch der Ursprungsprojekte) wahrgenommen zu werden, kennen wir in Europa diese Nebenprojekte kaum. Auch wenn Neko Case grad solo endlich etwas Gehör bekommt und Daniel Bejars Solo-Ding Destroyer vielleicht mit der aktuellen Platte »Destroyers Rubies« endlich mal wahrgenommen werden wird. Das wird sich zeigen. Aber klar wurde letztes Jahr: Mit »Twin Cinema«, ihrem dritten Album, haben die New Pornographers auch bei uns jenen Bekanntheitsgrad erreicht, den sie eigentlich schon seit dem Debüt »Mass Romatic« von 2000 verdient hätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.thenewpornographers.com/&quot;&gt;&lt;center&gt;&lt;img src=&quot;http://img128.imageshack.us/img128/7868/thenewpornographers26ev.jpg&quot; alt=&quot;(c) Steven Dewall&quot; /&gt;&lt;/center&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Und was für ein Meisterwerk »Twin Cinema« eben ist, kann einem am besten so ein Gig beweisen, wo diese Songs zum Leben erweckt werden. Auch wenn Neko Case wegen der laufenden Solo-Tour nicht da war, wurde sie von einer tollen Kathryn Calder vertreten. Broken Social Scenes Liveerlebnis nicht unähnlich wurde dieses personelle Problem quasi gar nicht bemerkt, weil sich einfach alles vollkommen richtig anfühlte. New Pornographers-Songs sind Herde glücklicher Euphorie, himmelhoher Endorphin-Überschüsse und unglaublicher Melodienschlichtheit, die einfach »Indierock« zu eng aussehen lässt, um dieses schlicht schwierig zu erfassende Monument zu verstehen, das da passiert. Dafür sorgen auch ihre immer wieder eingebauten Brüche, unübliche, oft holprigen Rhythmen, Refrains, die keine Refrains sind und ähnlicher Schabernack, der aber  keine Angst  auch live nie arty ist. Und auch wenn es mal einen straighten Ohrwurm gibt (wie es die Nr. 2 »Use It« war), hat man das Gefühl: Das ist genau das, was die Band (aus)macht. Anders gehts nicht. Es ist genau so, und nicht anders richtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.thenewpornographers.com/&quot;&gt;&lt;center&gt;&lt;img src=&quot;http://img128.imageshack.us/img128/8959/thenewpornographers36up.jpg&quot; alt=&quot;(c) Steven Dewall&quot; /&gt;&lt;/center&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Als Zugabe gibts 15-Sekunden-Snippets aus der gesamten Musikgeschichte, inkl. »Take On Me«. Mit einer verliebten Geste des kindlichen Staunens verlassen wir die Szene, mit dem Wissen eine ganz große Band gesehen zu haben, die ihre ganz großartigen Songs hoffentlich noch ein paar Jahre lang in die Welt hinaus brüllen wird, bevor sie endgültig alle solo erfolgreich werden, und die New Pornographers nur ein Biographie-Abschnitt sein werden. Aber einer, den alle »legendär« nennen werden. 
&lt;hr /&gt;</description>
    <dc:creator>wiesengrund</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://txt.twoday.net/topics/concert.diary&quot;&gt;concert.diary&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 wiesengrund</dc:rights>
    <dc:date>2006-05-15T08:11:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://txt.twoday.net/stories/1975075/">
    <title>Peaches/Architecture In Helsinki @ Donaufestival 2006</title>
    <link>http://txt.twoday.net/stories/1975075/</link>
    <description>&lt;hr /&gt;
&lt;b&gt;Bei der vielschichtigen Bandbreite an Bands, die heuer wieder in Krems und Korneuburg zu Gast waren, gab es zwei Erstauftritte die sicher noch eine Zeitlang für Gesprächsstoff sorgen werden.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.peachesrocks.com/&quot;&gt;
&lt;center&gt;&lt;img src=&quot;http://img180.imageshack.us/img180/7837/peaches7kp.jpg&quot; alt=&quot;(c) Florian Wieser&quot; /&gt;&lt;/center&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Peaches. Meine Güte, was dieser Mensch für eine Bühnenpräsenz hat. Was für ein Orkan, der einen völlig entwaffnet, einem Hirn und Herz, Arm und Bein verknotet, erschüttert und dann lässig links liegen lässt, als ob diese Beats und diese Dringlichkeit eh das normalste der Welt wären. Merrill Nisker ist souverän. Sie ist extravagant und ekstatisch. Die riesige Bühne der noch immer zu großen Kremser Messehalle ist für sie zu klein. Und das ohne Band. Dringlichkeit heißt hier eben immer noch »Bewegung«. Das alles ist natürlich schon auf den beiden bisherigen Platten großartig durchdacht worden, und findet aber dann in einer körperbetonten, schweißtreibenden Performance eine Art erklärenden Kommentar. Nach einem Peaches-Konzert fühlt sich alles besser an, und man geht mit einer Genugtuung raus, alles verstanden zu haben. Die i-Tüpfelchen sind dann der »Gastauftritt« von Iggy Pop via Leinwandprojektion und ein sensationelles Cover von »My Humps«, was kanadisch zur Darmentleerungsorgie (»My Dumps«) wird. Am Ende wird noch der Hit awaygefucked und das bis dorthin in fleißigem Exzess jubilierende Publikum staunend zurückgelassen. Das neue Album &lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B000FKOX08/qid=1147623901/sr=8-1/ref=sr_8_xs_ap_i1_xgl/302-7302259-7600800&quot;&gt;»Impeach My Bush«&lt;/a&gt; verspricht somit eine der wichtigsten Platten des Jahres zu werden, wenn Peaches mit dieser Energie weitermacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.architectureinhelsinki.com/&quot;&gt;&lt;center&gt;&lt;img src=&quot;http://img180.imageshack.us/img180/8533/architectureinhelsinki8bz.jpg&quot; alt=&quot;(c) Florian Wieser&quot; /&gt;&lt;/center&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Auf einer ganz anderen musikalischen Baustelle waren wir bei Australiens Vielkopfigüberdrübermelodischentweepop-Heroes Architecture In Helsiki. Hier gibt es nichts anderes anzumerken als: Genial. Nicht nur, dass das Konzert unterstreicht, wie irre wichtig und wohltuend ihr letztes Album &lt;a href=&quot;http://txt.twoday.net/stories/1059030&quot;&gt;»In Case We Die«&lt;/a&gt; (und in Anklängen natürlich auch das Debüt &lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B0001JXPDE/qid=1147623754/sr=8-1/ref=sr_8_xs_ap_i1_xgl/302-7302259-7600800&quot;&gt;»Fingers Crossed«&lt;/a&gt;) ist, sondern es erweitert klar die Sprache der Platte um ein paar Ecken verrückten Indie-Trubels mehr. Hier werden Songwunderwerke wie »It5« oder »Wishbone« mit einem kleinen Bläsereinsatz mehr zu regelrechten Wuchtbomben. Das stockend-geniale »Frenchy, Im Faking« wird zu einem etwas kohärenterem Flussbett, in dem ein spooky Trompeten-Gitarren-Gefecht stattfindet. Aber endgültig das eh schon bis zur Spitze der Erträglichkeit angespannte Publikum zum Exzess gebracht hat das Ende: Seit Arcade Fire »Neighborhood #3 (Power Out)« und »Rebellion (Lies)« &lt;a href=&quot;http://txt.twoday.net/stories/711785/&quot;&gt;live &lt;/a&gt;auf so unglaubliche Weise zu einem Song verschmolzen habe ich so was großartiges nicht mehr gesehen. Hier waren es die vielleicht wichtigsten Songs von »In Case We Die« die zu einer abschließende Indie-Disco-Orgie verwurschtelt wurden: »Maybe You Can Owe Me« und »Do The Whirlwind«. Zur Zugabe werden dann noch die Battles auf die Bühne geholt und zu fünfzehnt mit mächtigen Percussions und Melodienbögen in die Nacht hineingejammt, wo man sich dann nur mehr eines fragt: Wann kommen sie endlich wieder?
&lt;hr /&gt;</description>
    <dc:creator>wiesengrund</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://txt.twoday.net/topics/concert.diary&quot;&gt;concert.diary&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 wiesengrund</dc:rights>
    <dc:date>2006-05-14T16:15:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://txt.twoday.net/stories/1900433/">
    <title>Sophia + Vito  25.04.2006</title>
    <link>http://txt.twoday.net/stories/1900433/</link>
    <description>&lt;hr /&gt;&lt;br /&gt;


&lt;b&gt;Ich habe Robin Proper-Sheppard bisher dreimal live gesehen. Aber noch nie so.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;


&lt;center&gt;&lt;a href=&quot;http://www.sophia-music.com/&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://img468.imageshack.us/img468/3985/image8001yq.jpg&quot; alt=&quot;Sophia&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/center&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;


Lieber Robin,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß, es ist hart. Ich weiß, dass du seit der Veröffentlichung von »People Are Like Seasons« vor zwei Jahren immer noch dem verdienten Erfolg hinterherläufst, und ich weiß, dass es gerade in dieser Lage gut für dich zu wissen ist, wo du geliebt wirst. Österreich ist so ein Ort. Und die zwei Konzerte, die du uns damals 2004 geschenkt hast, (die FM4-Tour natürlich nicht mitgezählt), gehörten zu den brillantesten Erlebnissen, die sich ein Konzertgeher so wünschen kann. Brillant, weil sie schon im Keim eines melancholischen Songwritings  meistens schon im ersten Akkord  immer MIT Band und OHNE Weinerlichkeit schlicht und ergreifend Gänsehaut erzeugen. Dafür mögen auch die famosen Streicher hergehalten haben, dafür mag deine gute Laune hergehalten haben, dafür mag die Bühnengröße der Szene hergehalten haben. Ich weiß es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber mittlerweile weiß ich: Eng und klein ist nicht so fein. Für Sophia-Konzerte oder zumindest für eine Hälfte davon. Dass du Vito, deine neue Lieblings-Backingband auch als Support eingespannt hast, war ein recht vernünftiger Schritt. Schade, dass wir außer der angekündigten Sigur Ros/Low-Mixtur nicht mehr gekriegt haben von Vito, aber das reicht ja auch manchmal. Vito sind ja auch eine Band, die zum Ausufern keine Ozeane braucht, da reichen fünf Quadratmeter schon mal. Und die kleine, familiäre Atmosphäre des Abends machte eigentlich nicht wirklich Lust auf was Größeres. Umso passender war es, als du  allein mit deiner Klampfe  die Bühne einnahmst, für eines der schönsten Akustik-Sets, die ich je gehört habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seien wir ehrlich: Deine Songs sind immer an der harten Grenze ins absurde Kitschige, ungut Depressive zu fallen, immer verflucht riskant, offen wie ein Buch, angreifbar. Dafür lieben dich die Leute auch. Das ist es, was Sophia ausmacht, so wie auch, dass du live eben auch offen mit den Leuten umgehst, klar machst, dass du keine God Machine-Songs spielen wirst (was du natürlich jedes Mal wieder gefragt wirst), oder am Anfang erst mal ein paar Wünsche notierst, damit dein Set dem Publikum entspricht. Das ist alles so fein und gut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich muss ja schon zugeben: Der Moment des Sichgehenlassens, den du immer so süß »blow-your-heads-away« taufst, der Moment also, wo Sophia zu einem Rock-Ozean wird, der ist schon verdammt gewaltig. Da bin ich jedes Mal erstarrt in Ehrfurcht, wenn du den »River Song« angespielt hast. Weil solche Monumente eben Ehrfurcht erzeugen wollen und sollen. Aber bei einem kleinen, familiären Gig ist an so Monstren wie »River Song« nicht zu denken. Noch dazu akustisch? Forget it. Dass du am Ende deines Sets dann Vito auf die Bühne geholt hast, um uns endlich die Schädeln wegzublasen, hat leider nichts geholfen. Vielleicht war das Ambiente zu klein, die Band zu unsophiaesque. Aber bei dem Gemurkse war kaum was von der Größe und Opulenz des »River Songs« zu verspüren. Dafür hast du natürlich geschickt gekontert und mit den zwei Nummern von deinem Guteschlechtealtezeiten-Nebenprojekt The May Queens uns gehörig den 70s-Rock um die Ohren geschmissen. Das machte Spaß, und fühlte sich nicht deplatziert an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weniger Spaß machte, dein Alkoholkonsum. Ich liebe dich natürlich auch für deine Anekdötchen, für deinen offenen Umgang mit dem Publikum  aber bitte, lieber Robin: Erspar uns das nächste Mal Geschichten über »Woman«, wo du dich bei Lesben-Kongressen für die Lyrics entschuldigen wolltest, und dann festgestellt hast, dass Frauen auf Frauen beschimpfende Lyrics stehen (auch wenn sie nur aus einer extremen Laune/Situation entstanden sind), um dann auf die große Frage zu kommen, dass, wenn wir Männer mal Frauen das an den Kopf werfen würden, was sie uns immer antun, ein Weltkrieg ausbrechen würde. Bitte. Erspar uns so was. Oder trink weniger. Aber bittebittebitte: Schreib weiterhin Songs, die Leben retten können. 
&lt;hr /&gt;</description>
    <dc:creator>wiesengrund</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://txt.twoday.net/topics/concert.diary&quot;&gt;concert.diary&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 wiesengrund</dc:rights>
    <dc:date>2006-05-01T12:42:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://txt.twoday.net/stories/1855986/">
    <title>Ms. John Soda  18.04.2006</title>
    <link>http://txt.twoday.net/stories/1855986/</link>
    <description>&lt;hr /&gt;&lt;b&gt;Wenn Indietronica sich dem Songwriting (und großem Pop) nähert, kann das live von Dancepunk bis Postrock pendeln. Wer hätte das gedacht.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;


&lt;center&gt;&lt;a href=&quot;http://www.msjohnsoda.de/&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://img114.imageshack.us/img114/629/msjohnsoda3bl.jpg&quot; alt=&quot;http://www.msjohnsoda.de/&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/center&gt;&lt;br /&gt;


Ich muss wirklich zugeben: Bei den ersten Nummern des Ms. John Soda-Gigs stand mir der metaphorische Mund weit offen. Immerhin hatte ihr Zweitling »Notes And The Like« eine gehörige Portion sanfter, frühlingshafter Pop-Ohrwürmer in mein Ohr gesetzt, rund sich ausbreitende Songs mit der unverwechselbar schönen Stimme von Stefanie Böhm als i-Tüpfelchen. Dementsprechend ruhig ging ich in die WUK-Halle. Entspannt. Meditativ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tja, und dann wurde ich geohrfeigt. Ms. John Soda scheinen live nicht das Geringste mit dieser Erwartung zu tun zu haben zu wollen. Hier scheinen die Einflüsse und Netzwerke der Band erweitert zu werden, was sich natürlich auch am Personal, dem Schlagzeug und dem Keyboards äußert. Die BAND Ms. John Soda bringt neben den Köpfen Micha Acher (The Notwist, Tied &amp; Tickled Trio) und Stefanie Böhm (Couch) auch noch Carl Oesterhelt von FSK und Thomas Geltinger von Couch mit auf die Bühne. Ihre Erfahrung aus anderen Projekten und ein sehr abgestimmtes Zusammenspiel ermöglichen den Konzerten den erweiterten Klangraum, den sie beanspruchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der heißt nun mal »Irgendwas mit Rock«. Da werden alle zärtlichen Drummachines durch Thomas unbarmherzige Drums ersetzt, die zwei Bässe von Micha und Stefanie duellieren sich um die Hookline des Abends und dramaturgischen Postrock-Auswüchsen wird gerne ihr Lauf gelassen. Mit einem Wort: Nervenzerfetzend. Und das alles fast gänzlich ohne Gitarre. Wären etwas mehr Leute da gewesen, wären die Mosh-Pit-Verletzungen schlimmer als bei jedem Blood Brothers-Gig gewesen 
&lt;hr /&gt;</description>
    <dc:creator>wiesengrund</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://txt.twoday.net/topics/concert.diary&quot;&gt;concert.diary&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 wiesengrund</dc:rights>
    <dc:date>2006-04-21T11:59:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://txt.twoday.net/stories/1846029/">
    <title>Stars + The Most Serene Republic  17.04.2006</title>
    <link>http://txt.twoday.net/stories/1846029/</link>
    <description>&lt;hr /&gt;
&lt;b&gt;Canada is where the magic happens. Even in Vienna.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;


&lt;center&gt;&lt;a href=&quot;http://www.arts-crafts.ca/themostserenerepublic/index2.html&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://img455.imageshack.us/img455/5781/tmsr6dj.jpg&quot; alt=&quot;The Most Serene Republic&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/center&gt;&lt;br /&gt;


Was soll man sagen? Wo soll man anfangen? Wie kann man die Energie und den Enthusiasmus dieser kanadischen Generation an Musiknarren auch nur annähernd in Worte fassen? Wo sie doch selber drei Stunden brauchen, um daran zu ermüden. Na gut, so viel Zeit hab ich nicht, aber es gilt mehr denn je: Sehr viel bleibt auf der Strecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
The Most Serene Republic. Indierock-Androiden mit einem der vielversprechendsten Debütalben der letzten Jahre. &lt;a href=&quot;http://txt.twoday.net/stories/1343287/&quot;&gt;Unsere Nr. 16&lt;/a&gt;. Kanadische Noch-nicht-mal-Twens, die ihren ersten Wien-Gig als Vorband von &lt;a href=&quot;http://txt.twoday.net/stories/1230365/&quot;&gt;Broken Social Scene letzten Dezember&lt;/a&gt; hätten geben sollen, aber dieser Teil der Tour wurde für sie wegen Übermüdung gestrichen. Also, Nervosität einer so jungen Band ob des großen Popbiz-Drumherums (Angst Nr. 1), plus die beiden Standardprobleme beim ersten Live-Erlebnis einer Band, die ein tolles Album im Rücken hat: Sie nudelts einfach herunter (Angst Nr. 2) oder sie wird ihm einfach nicht gerecht (Angst Nr. 3). So, es gab also ne Menge, was schief gehen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also: Angst Nr. 1 war spätestens bei einer locker hingerotzten, mutigen Darbietung von »(Oh) God« als zweites Stück wie weggeblasen. Ihre Nervosität, ihre junge Verwirrtheit kehrten sie ab dem Punkt in ihre Stärke, ihr Selbstvertrauen. Angst Nr. 2 war quasi von Anfang an absurd, weil die meisten Stücke (teilweise bis zu Unkenntlichkeit) verfremdet wurden und außerdem zwei neue Stücke der Tour-EP »Phages« mit im Set waren. Angst Nr. 3 war allein deshalb keine Frage, weil sie als Live-Event dem Album noch deutlich eins draufsetzen, mit den manischen Eskapaden des Sängers Adrian Jewett (und seinen wirklich zutiefst erschütternden Augen) und dem glänzenden Ruhepol Emma Ditchburn. Besonders berührend (und näher als auf Platte) war ihr Duett, jene Gattung also, die wir uns eigentlich für den Hauptact des Abends vorgenommen haben. Die Stimmen waren generell besser als erhofft, denn die auf dem Album so leise gemischten Vocals verpflichten geradezu zu einem rockigen, lauten Abmischen beim Gig (Angst Nr. 4). Nada, die Stimmen waren genauso schön unschön in den Sound-Ozean eingewoben, wie der Rest der kaum voneinander zu unterscheidenden Instrumente. Alles in Allem haben wir eine Band gesehen, die  wenn sie so weiter macht  eine der herausragendsten Figuren des Spät-Nullziger-Indierocks sein könnte. Wenn sie das nicht jetzt schon ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;


&lt;center&gt;&lt;a href=&quot;http://www.arts-crafts.ca/stars&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://img455.imageshack.us/img455/4246/stars4wx.jpg&quot; alt=&quot;Stars&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/center&gt;&lt;br /&gt;


Dort schon angekommen sind die Stars spätestens seit 2005, dem großen Durchbruchjahr für &lt;a href=&quot;http://txt.twoday.net/stories/1004661/&quot;&gt;»Set Yourself On Fire«&lt;/a&gt;. &lt;a href=&quot;http://txt.twoday.net/stories/1343324/&quot;&gt;Unsere Nr. 1&lt;/a&gt;. Auch wenn sie zu Zeiten ihres zweiten Albums »Heart« schon in der Szene als Vorband von Broken Social Scene gastierten, sah man jetzt eben, was es heißt, wenn Stars endlich selber zu Stars werden, und aus dem Schatten der Label-Gründer heraustreten. Und das in einer Stadt, die sie lieben, und die sie ob dieser Liebe auch mit dem schlichtweg besten Konzert, das mir je von ihnen untergekommen ist (sei es persönliche Erlebnisse, sei es Mitschnitte, die im Netz herumschwirren), beglücken. Gespielt wurden die Hits von »Heart«, inkl. dem Herzstück »Death to Death«, und alles (noch mal: ALLES!) von »Set Yourself On Fire«, inklusive der selten zu hörenden Meisterwerke »Calender Girl«, wo Amy Millans Stimme schlichtweg atemberaubend das Jahr in vier Minuten zusammenfasst, und dem Jahrhundertopener »Your Ex-Lover Is Dead«, wo das Publikum auch die Möglichkeit hatte, sich das »Im not sorry. Theres nothing to say!« aus der Seele zu schreien. »Calender Girl« als letzte Nummer vor der Zugabe, »Your Ex-Lover Is Dead« als erste Nummer der selbigen sorgten natürlich für eine sensationelle Dramaturgie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite, abgesehen von der Setlist und der Dramaturgie, bewiesen die Stars auch wieder mal, dass sie ungemein sympathische Käuze sind. Z.B. als sie den Licht-Menschen aufforderten endlich das Stars-Banner im Hintergrund zu entfernen, weil sie mittlerweile eh alle wüssten, dass heute Abend verdammt noch mal die Stars spielen (worauf Sänger Torquil Campbell natürlich protestierte, weil er sich immer wieder fragt, ob sie nicht doch Queen sind, und das Banner ihn immer freundlich berichtigt ). Z.B. als sie am Ende erzählen, kanadische Bands kriegen nur dann staatliche Förderung, wenn sie mindestens zu fünfzehnt auf der Bühne stehen (woraufhin natürlich die komplette Most Serene Republic und mutige Publikumshaudegen [&lt;a href=&quot;http://static2.orf.at/fm4/img/2006-16/281248.jpg&quot;&gt;*siebenfachräusper*&lt;/a&gt;] auf die Bühne geholt wurden, um eine schlichtweg atemberaubende Version von »The First Five Times«  the song about fucking the one you love forever and ever  abzuliefern). Oder auch, als für eben diese Zugabe dann auch schlussendlich das erhoffte »?QUEEN?« am Banner hinten auftauchte. Womit der Abend nicht nur für Torquil Campbell endgültig in die Annalen der Jahrhundertkonzerte erhoben wurde. 
&lt;hr /&gt;</description>
    <dc:creator>wiesengrund</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://txt.twoday.net/topics/concert.diary&quot;&gt;concert.diary&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 wiesengrund</dc:rights>
    <dc:date>2006-04-19T13:46:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://txt.twoday.net/stories/1819117/">
    <title>Emir Kusturica &amp; The No Smoking Orchestra  11.04.2006</title>
    <link>http://txt.twoday.net/stories/1819117/</link>
    <description>&lt;hr /&gt;&lt;b&gt;»This concert is dedicated to the victory of Prodi and the defeat of Berlusconi!« sprach er mit Roten Stern am Hut und Che am Shirt.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.thenosmokingorchestra.com/&quot;&gt;&lt;center&gt;&lt;img src=&quot;http://img126.imageshack.us/img126/8828/kustub3io.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/center&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Was kann ich über das Live-ERLEBNIS des No Smoking Orchestras noch sagen, was ich nicht schon &lt;a href=&quot;http://txt.twoday.net/stories/422471/&quot;&gt;hier &lt;/a&gt;gesagt habe? Die Schmähs und Pointen, Witze und Showeinlagen sind dieselben geblieben. Geändert hat sich wieder mal der Kontext, die politische Lage, und die anknüpfenden Fragestellungen. Dieses Mal eröffnet die sowjetische Hymne das Konzert. Dieses Mal ist Ziehharmonikaspieler Slobodan Milosevic nicht »straight von Sheveningen« wie anno 2004, sondern »straight from heaven«. Dieses Mal trägt Emir Kusturica ein politisches Manifest vor sich her. Weil es die Lage erfordert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was aber gleich bleibt: Der Kessel. Das Publikum im Rausch, in absolut manischer Geisteskrankheit, taub an Bier und trunken an Schall, eine Meute an trampelender und klatschender Maniacs. Der musikalische Mix war ohne Frage perfekt, die ein zwei technischen Problemchen scherten kaum wen. Das Orchestra zeigte sich in Höchstform, bewies nach der Ansage, es würde nun eine Punk-Nacht folgen, dass bei ihnen Punk eben von Ska bis Jazz, von Techno bis Brass reicht. Beim endlos langen »Wanted Men«, wo auch die die meisten Showeinlagen vorgeführt wurden, mussten dann Ennio Morricone und Rockabilly, und kurz darauf dann auch Latin und Jimmy Page mitgedacht werden, um die Bandbreite dieses Experiments zu erfassen. Was auch immer wieder die Stärke und das Betonungswürdige am Orchestra ist: Es hängt nirgendwo fest. Es hat sich nicht aufs Balkan-Dogma der punkigen Blaskapelle geeinigt, um der Welt Weltmusik zu bringen. Die Band, aus der das Orchestra hervorging, war eine astreine Punkband aus Sarajevo, die nichts anderes wollte, als Stooges mit Ramones zu kreuzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so klingt es dann eben auch, mit der feinen Weiterentwicklung, dass mit Emir »the best guitar player among directors, and the best director among guitar players« Kusturica auch seinen Filmstil, das surreale, groteske, närrische zu dem New Primitivism-Garagerock-Wurzeln hinzuaddiert hat, was den Mix explosiv und die Stimmung orgiastisch macht. Vor allem in dieser Phase ist es ein Wunder, diesen Herrn so lässig auf der Bühne tanzen zu sehen  ohne Frontman zu sein, der Stuhl gehört eben nur Dr. Nele Karajli&#263;. Wenn man die Geschichte Kusturicas mitdenkt, und überlegt wie oft dieser Mann von den unterschiedlichsten Lagern vereinnahmt und für Partikularinteressen eingespannt wurde, mit den falschesten false dilemmas imaginable, dann wundert es nicht, dass er sich mit dem Orchestra einen Ort geschaffen hat, wo er frei aufspielen kann. Was für uns als Zuschauer immer wieder eine Party sondergleichen bedeutet, und somit einen der vielleicht besten Konzertabende, die man im europäischen Raum zurzeit so erleben kann. 
&lt;hr /&gt;</description>
    <dc:creator>wiesengrund</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://txt.twoday.net/topics/concert.diary&quot;&gt;concert.diary&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 wiesengrund</dc:rights>
    <dc:date>2006-04-12T10:10:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://txt.twoday.net/stories/1799397/">
    <title>Adam Green  02.04.006</title>
    <link>http://txt.twoday.net/stories/1799397/</link>
    <description>&lt;hr /&gt;
&lt;b&gt;Dass der Wirrkopf mit seinem mittlerweile vierten Album »Jacket Full Of Danger« niemandem noch was beweisen muss, war von Anfang an klar. Dass seine Konzerte bei all seinem oftmals am Rande des erträglichen Egos trotzdem noch so gut funktionieren und Spaß machen, war aber gut zu wissen.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.adamgreen.net/&quot;&gt;&lt;center&gt;&lt;img src=&quot;http://img393.imageshack.us/img393/1640/adamgreen2gg.jpg&quot; alt=&quot;Adam Green&quot; /&gt;&lt;/center&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Ich möchte es gleich vorausschicken: &lt;a href=&quot;http://txt.twoday.net/stories/522945/&quot;&gt;»Gemstones«&lt;/a&gt;. War »Garfield«/»Adam Green« ein perfektes Debüt, »Friends Of Mine« eine perfekte Adam Green-Platte, &lt;a href=&quot;http://txt.twoday.net/stories/1582786/&quot;&gt;»Jacket Full Of Danger«&lt;/a&gt; eine perfekte Breitwand-Folk-Scheibe, so war »Gemstones« schlicht eine perfektes Songwriting-Album. Für mich hat Herr Green nirgendwo zwingendere Songs und besser ausbalancierte Arrangements gefunden als dort. Was die Sache in Verbindung mit einem Konzert nicht unbedingt leichter macht, sieht man sich doch schon in der Ecke stehen, und bei den zwei »Gemstones«-Songs mitsummen, und beim Rest nachdenklich rekapitulieren, warum der Kerl vorne doch nicht so toll ist, wie man vielleicht lange Zeit glaubte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber nichts dergleichen ist geschehen. Adam Green hat in der atmosphärelosen Gasometer-Halle sein sehr breites (und junges) Publikum nach allen Regeln der schelmischen Kunst unterhalten, vor den Kopf gestoßen und lieb gehabt. Das Set eine guten Mischung aus Hits und Halbhits aus den letzten drei Alben, seine Laune wohlwollend und charmant, seine Band, pardon: sein Orchester nicht zu statisch. Alles super eigentlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fragen kann man sich natürlich, ob das Riesen-Porträt an der Rückwand (das zu Beginn theatralisch mit »Tubular Bells«  es hätte auch »Also sprach Zarathustra« sein können ...) nicht einen Star an dem Punkt zeigt, wo er etwas über seine Ziele hinausgeschossen ist. Fragen kann man sich natürlich auch, ob die »Jacket Full Of Danger«-Songs vielleicht etwas schal und unausgegoren wirkten im Vergleich zu den Perlen der früheren Alben. Aber bei all den Fragen bleibt am Ende doch das Resultat, dass man für eineinhalb Stunden prächtig unterhalten wurde, ohne sich je zu langweilen oder die Meute vor sich als scheiß-kommerzialisiertes FM4-Alternative-Mainstream-Pack zu beschimpfen (was nicht undenkbar gewesen wäre). Für die, die es noch nicht wussten: Nach dem Konzert schaute Herr Green noch zum Überraschungs-Gig von Pete Doherty ins Flex, Bühneperformance inklusive. Es gilt also dranbleiben, beim Herrn Green, solange er sich auf solchen Partys herumtreibt. Beim nächsten Mal heißt es vielleicht schon: Akustik-Abend mit Adam Green, Sting und Franz Ferdinand in der Wiener Stadthalle. Brrrrrr. 
&lt;hr /&gt;</description>
    <dc:creator>wiesengrund</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://txt.twoday.net/topics/concert.diary&quot;&gt;concert.diary&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 wiesengrund</dc:rights>
    <dc:date>2006-04-06T15:55:01Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://txt.twoday.net/stories/1742238/">
    <title>Sperrstunde/Closing Time  Naked Lunch &amp; Thomas Woschitz, 21.03.2006</title>
    <link>http://txt.twoday.net/stories/1742238/</link>
    <description>&lt;hr /&gt;
&lt;b&gt;Als »Sperrstunde« Premiere hatte, beim &lt;a href=&quot;http://txt.twoday.net/stories/684907/&quot;&gt;Donaufestival 05&lt;/a&gt;, war das Publikum sofort gefangen. Nach einigen erfolgreichen Filmfestivalauftritten ist das Projekt um Österreichs einzig wahre Indie-Melancholiker &lt;a href=&quot;http://www.nakedlunch.de/&quot;&gt;Naked Lunch&lt;/a&gt; und ihren Langzeitpartnerregisseur &lt;a href=&quot;http://www.intkom.org/&quot;&gt;Thomas Woschitz&lt;/a&gt; in ein Stadium gelangt, wo eine volle Szene Wien schlichtweg begeistert ist.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;


&lt;center&gt;&lt;a href=&quot;http://www.amourfou.at/sperrstunde/sperrstunde.html&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://img59.imageshack.us/img59/7403/noend25ax.jpg&quot; alt=&quot;Sperrstunde - Closing Time&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/center&gt;&lt;br /&gt;


Ob man jetzt Filmkonzerte, diese doppelte Reizüberflutung, dieses eigenartige More-than-Soundtrack-Gefühl und diese Gorillaz-Ästhetik mit Leinwand und Band dahinter nun generell mag oder nicht, kann eine knifflige Frage sein. Es hängt vermutlich stark von dem Publikum, eventuell auch von so Lächerlichkeiten wie Bequemlichkeit ab. Aber als Medium, das diese zwei Ebenen auf eine eigenartig neue Weise miteinander verbindet, kann so ein Filmkonzert schon was besonderes sein. Naked Lunch und Thomas Woschitz haben unter &lt;a href=&quot;http://www.amourfou.at/&quot;&gt;Amour Fou&lt;/a&gt;- und &lt;a href=&quot;http://donaufestival.at/&quot;&gt;Donaufestival&lt;/a&gt;-Produktion ein ganz besonderes Filmkonzert auf die Beine gebracht: »Sperrstunde«.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sind neun Geschichten, die mit neun Songs begleitet, durch die Klagenfurter Nacht schweben und all die Momente einfangen, wo jemand abgewiesen, auf der Straße sitzen gelassen, verlassen wird. Ein eindringliches, mit sehr unprätentiösen Bildern sehr berührend in Szene gesetztes Portrait der Einsamkeit, die nur noch getoppt wird von diesen Songs, die Naked Lunch für diesen Film neu geschrieben haben. Diese Songs, die mir persönlich besser gefallen, als alles, was Naked Lunch bisher gemacht haben. Diese Songs, die  ich wiederhole mich gerne  die Sperrstunde im Herzen schlichtweg verunmöglichen. »Sperrstunde« ist ein sensibles Manifest für den Neuanfang, der nach jedem Abschied erfolgt, was filmisch und musikalisch gekonnt gekoppelt wird. Die erste Nummer »No End« (eine verdammt großartige Notwistonie) wird begleitet von einer Geschichte eines Menschen, der wegen eines Fernsehausfalls das Ende seines Krimis nicht sehen kann, und vom Elektriker aber wegen der Uhrzeit abgewiesen wird. Kein Ende im Anfang. In ähnlicher Tonart, mit oft minutenlangen Onetakern spinnt sich die Geschichte weiter um einsame Bräute, die sich zufällig getroffenen Kriminellen auf der Flucht anschließen, und nächtlichen Putztrupps die wegen letzteren ihren Job verlieren. Die Klagenfurter Allnacht ist hart, frustrierend, nichts Schönes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;


&lt;center&gt;&lt;a href=&quot;http://www.amourfou.at/subs/filme/sperrstunde/sperr.htm&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://img59.imageshack.us/img59/1005/colours25hy.jpg&quot; alt=&quot;Sperrstunde - Closing Time&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/center&gt;&lt;br /&gt;


Beim finalen Schlusspunkt gibt es keine Titel, keinen Abspann, sondern eine Leinwand, die nach oben verschwindet, und den Blick frei gibt auf Naked Lunch, die zum großartigen Songfinale von »Colours« noch einmal unser aller Herzen vereinnahmen. Selten hat es sich so schön angefühlt, eine Band, nach all ihrer schweren Zeit, auf so einem Zenit zu sehen. Und welche Band kann uns mehr von Sperrstunden und Neuanfängen erzählen als Naked Lunch? Eben. 
&lt;hr /&gt;</description>
    <dc:creator>wiesengrund</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://txt.twoday.net/topics/concert.diary&quot;&gt;concert.diary&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 wiesengrund</dc:rights>
    <dc:date>2006-03-24T16:26:49Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://txt.twoday.net/stories/1742148/">
    <title>31 Knots  20.03.2006</title>
    <link>http://txt.twoday.net/stories/1742148/</link>
    <description>&lt;hr /&gt;
&lt;b&gt;Ein erfrischend nervöses Bündel sind sie, die &lt;a href=&quot;http://www.31knots.com/&quot;&gt;31 Knots&lt;/a&gt; aus Portland. Eine Band, die schon in diversen Ankündigungen (von &lt;a href=&quot;http://www.immergutaufreisen.de/&quot;&gt;Immergutaufreisen&lt;/a&gt;, bis hin als Vorband von &lt;a href=&quot;http://www.qandnotu.org/&quot;&gt;Q And Not U&lt;/a&gt;) aufgetaucht ist, aber mir erst jetzt persönlich beweisen konnte, wie spaßig so ein ausgeflippter Abend mit ihnen sein kann.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;


&lt;center&gt;&lt;a href=&quot;http://www.31knots.com&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://img59.imageshack.us/img59/1590/bandinfield12sy.jpg&quot; alt=&quot;31 Knots&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/center&gt;&lt;br /&gt;


Die vielen Erzählungen wie toll ein 31 Knots-Gig sein kann waren schon beeindruckend. Man denkt sich dann ein Monstrum im Kopf zurecht und muss selbstverständlich daran scheitern, diese Erwartungen zu erfüllen. Bei den 31 Knots aber steht Spaß am Scheitern am Programm, und so kehrt sich die schlimmste Befürchtung des Abends in seine größte Stärke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Herren der 31 Knots machen Indierock, der besser als seine Masche ist. Indierock, der nie aussterbenden Sorte. Eckig, krachig, stolpernd. Nicht fließend, schön und melodiensicher. Da wird randaliert und geschrieen. Ohne sich in irgendwelchen elektronischen Abgründen zu verlieren, das ist astrein Gitarre, Bass, Schlagzeug und Mundwerk. Zur Show gehört, dass sich der Sänger per mitgebrachtem Koffer im Publikum umzieht, und selbiges mit beachtlicher Körpernähe zum Mitausflippen animiert wird. Die 31 Knots haben schon ne Menge Alben draußen, haben die meisten Songs vergessen und scheren sich auch sonst vermutlich um kaum etwas  außer Spaß an der Sache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so ist es dann auch: Es macht Spaß. Nach nicht mal einer Stunde ist der Spaß dann vorbei, du gehst heim und es bleibt einen nette Stunde im Kopf, die aber vermutlich zu Hause kaum eine Fortsetzung finden wird. Eine gute Live-Band, die vermutlich von der Geschichte sehr bald vergessen werden wird, was schade ist. Denn hin und wieder blinzelt bei den 31-Knots so ein Moment durch, wo sie irre gute Melodien drauf haben, oder diese eine Biegung vom Uptempo-Teil in das schluchzende Ende des Songs so genial hinkriegen, dass »Gänsehaut« es nicht annähernd trifft. Da ertappt man sich dabei, den 31 Knots zu wünschen, sie hätten doch lieber eine saubere Songwriter-Pop-Karriere gestartet, um es heute mit Death Cab For Cutie oder ähnlichen Leuten aufzunehmen. Aber lange hält der Gedanke nicht. Songs schreiben ist an so einem Abend einfach uncool. Songs schreiben die Langweiler am Schulhof. Songs braucht die Welt nicht mehr. Dafür mehr Postindiepunkrockwhatever. Mehr Dampf. Mehr gutes Finish. Mehr Zweiminüter. Die 31 Knots sind dahingehend die beste »Ferner liefen «-Band, die mir seit langem begegnet ist.
&lt;hr /&gt;</description>
    <dc:creator>wiesengrund</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://txt.twoday.net/topics/concert.diary&quot;&gt;concert.diary&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 wiesengrund</dc:rights>
    <dc:date>2006-03-24T16:06:31Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://txt.twoday.net/stories/1721416/">
    <title>Tomte  15.03.2006</title>
    <link>http://txt.twoday.net/stories/1721416/</link>
    <description>&lt;hr /&gt;&lt;b&gt;Wer weiß schon, was schief gehen kann bei einem Tomte-Gig. Ich wusste es nicht, und bin auch jetzt, Tage nach ihrem erneuten Wienbesuch im Flex noch ratlos darüber, warum es denn nun eigentlich nicht klappen wollte mit uns.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;


&lt;center&gt;&lt;a href=&quot;http://www.tomte.de/&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://img208.imageshack.us/img208/6306/tomte049ch.jpg&quot; alt=&quot;Tomte&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/center&gt;&lt;br /&gt;


Denn eigentlich  und jeder der Tomte mal live gesehen hat, weiß das  handelt es sich um eine Band, die für Konzerte wie geschaffen ist. Mit einer gut abgestimmten Crew an Musikern, die nichts runternudeln, weil es ihr Job ist, sondern mit Leidenschaft und Herz jeden Song dem Publikum wirklich auf den Knien SCHENKEN und genau wissen, dass diese Songs Leben retten können. Mit Thees, einem Sänger und Frontman, der weit mehr als nur Lyrics mit geschlossenen Augen runterbetet, sondern auch (und vor allem) ERZÄHLT, zwischen den Songs unterhält und einen mit Input füttert, der auf den Platten nicht zu finden ist, der einem erst so richtig das ganze Phänomen »Tomte« erschließt. Dieses Phänomen, das spätestens 2003 die deutschsprachige Gitarrenmusiklandschaft bis zur Unkenntlichkeit verändert hat. Und jetzt 2006 mit &lt;a href=&quot;http://txt.twoday.net/stories/1463450/&quot;&gt;»Buchstaben über der Stadt«&lt;/a&gt; ein selten einzigartiges Statement der Liebe und der Passion abgeben hat. Der Erfolg ist jetzt Platz 4, statt Platz 50 der deutschen Albumcharts, die Sellout-Rufe selbstverständlich in aller Munde (vielleicht war es auch das, was der verirrte Austria-Fan an jenem Flex-Abend nach dem Spiel auch aus der letzten Reihe in bester Stadionmanier nach vorne gebrüllt hat).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also sagen wir es so: Die, die meinen, Tomte könnten nun keine guten Konzerte mehr geben, weil sich Thees so verändert hat, und nun erfolgreich ist und eine zufriedene Platte aufgenommen hat, die schießen sicherlich vorbei an dem, was im Flex los war. Das alles wären Gründe, die neue Platte für sich persönlich abzulehnen oder dergleichen, aber das Donauinselfest letztes Jahr (welches die vielleicht beeindruckendste Konzerterfahrung für die Band darstellt, was auch fotographisch samt Panoramablick auf die 20.000 Fans bei der FM4-Bühne im Booklet zu »Buchstaben über der Stadt« festgehalten wurde) oder das heurige FM4=11-Fest in der Arena konnten beweisen, dass die neuen Songs, dieser vielbeschworene »neue Thees« und der ebenso vielbeschworene Sellout nichts an der Perfektion und dem Tomte-Feeling eines Konzerts ändern konnten. Nein, Tomte sind und bleiben eine der besten deutschen Livebands überhaupt, und mit dem neuen Album und dem neuen Erfolg ist das Einhergehen mit größeren Konzerthallen nur für die eklige »Ich kannte Tomte schon, da haben die alle in die Windeln geschissen.«-Fraktion ein Problem. Ich gönne ihnen diesen Erfolg und diese Hallen, diese  wenn ihr so wollt  »Massen«. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;


&lt;center&gt;&lt;a href=&quot;http://www.tomte.de/&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://img208.imageshack.us/img208/5529/tomte055tm.jpg&quot; alt=&quot;Tomte&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/center&gt;&lt;br /&gt;


Warum der Flex-Gig also mein erster nicht-grandioser Tomte-Abend war lässt sich so also nicht erklären. Vielleicht war die Abmischung etwas unstimmig, vielleicht war es die Stickigkeit eines Indoorevents, da ich Tomte bisher nur Open Air erlebt habe. Aber da bekannt ist, wie sehr Tomte Wien vergöttern, und wie viel sie der Stadt (und FM4) verdanken, und es auch bei jedem Gig hier in glitzernden Sympathiebekundungsanekdoten bezeugt wird, wissen wir, dass Tomte wieder kommen werden. Und auch wenn es dann im Gasometer wäre, ich würde ihnen wieder eine Chance geben. Denn es ist diese Schönheit der Chance, die einen auch immer wieder auf diese Band zurückbringen wird, egal wie hoch die Chartsplatzierung dann sein wird.
&lt;hr /&gt;</description>
    <dc:creator>wiesengrund</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://txt.twoday.net/topics/concert.diary&quot;&gt;concert.diary&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 wiesengrund</dc:rights>
    <dc:date>2006-03-20T15:17:13Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://txt.twoday.net/stories/1621748/">
    <title>Jens Friebe  22.02.2006</title>
    <link>http://txt.twoday.net/stories/1621748/</link>
    <description>&lt;hr /&gt;
&lt;b&gt;Du bist nie allein. Bei Jens Friebe-Gigs erst recht nicht. Dafür sind die Bilder von Vertrauen und Selbstachtung, Leidenschaft und Augenzwinkern zu präsent. Und Bilder  das weiß der junge Mann  können die wichtigsten Freunde sein.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;


&lt;center&gt;&lt;a href=&quot;http://52wochenenden.de/&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://img159.imageshack.us/img159/6008/jensfriebe35bh.jpg&quot; alt=&quot;Jens Friebe&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/center&gt;&lt;br /&gt;


Jens Friebe. Eigentlich eine ziemlich eigenartige Sache. 2004 spaltet sein Debüt »Vorher Nachher Bilder« die Gemeinde jener, die sich noch mit deutschsprachigem Indierock beschäftigen. Einerseits Jubel und Euphorie, ob der unglaublich plastischen Texte, die sich jedem Vorwurf der »Peinlichkeit« elegant entziehen wie es die frühen Tocotronic nicht besser konnten. Andererseits erschüttertes Protestieren gegen diese Jugenzentrum-Befindlichkeits-Lyrik, die ihr innewohnende »Peinlichkeit« und den  sagen wir es ganz offen  oft ziemlich ideenlosen (Techno-)Schlager. Keine Frage, auf welcher Seite ich stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Herr Friebe letztes Jahr in Wien sein Konzert zu »Vorher Nachher Bilder« gab hat er bewiesen, wie sympathisch diese tolle Platte live umgesetzt werden kann. Wie die Songs dazugewinnen, wenn jemand vor dir steht, der dich anschaut und singt »Ich will nicht, dass du mich trotz meiner Schwächen  Ich will nicht, dass du mich, weil man mit mir über alles sprechen kann  Ich will nicht, dass du mich, weil ich für dich da bin  Ich will, dass du mich willst, weil ich ein Star bin.«. Wie diese Fähigkeit von Jens Friebe, textlich Welten von Nebenan zu verträumen, live zu einer richtigen Entertainerperfektion wird. Ich habe gehofft, dass er nicht daran zerbricht und ein mindestens ebenso gutes Nachfolgewerk hinlegt.&lt;br /&gt;
Das war dann »In Hypnose« ohne Frage. Vielleicht etwas direkter, etwas zugänglicher, nicht so trashig wie das Debüt, aber trotzdem eine perfekte Platte, die wieder spaltet. Eine Platte, die noch mal 12 Songs in die Welt schmeißt, die Welt so eigentlich gar nicht gebraucht hat. Manchmal muss man eben die Gefahr auch als Chance begreifen (und hier auch mal Dank an Alfred Hilsberg, der damals den Jens Friebe überhaupt aufgegabelt hat). Jens Friebe ist ein Star. Auf der Bühne gekonnt, charmant, immer gut aufgelegt. Selbstbewusst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;


&lt;center&gt;&lt;a href=&quot;http://www.jens-friebe.de/&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://img159.imageshack.us/img159/1279/jensfriebe68jp.jpg&quot; alt=&quot;Jens Friebe&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/center&gt;&lt;br /&gt;


Wenn er seine Metaphern ins Publikum schießt, steht dahinter ein Mensch, dem du es zutraust, Sprüche wie »Wie eine Stimme, die beim Tischfußball zu dir spricht: Klapp deine Männchen hoch, den Rest mach ich.« auszusprechen und dabei dieses angesprochene tiefe, gefühlte V.E.R.T.R.A.U.E.N. ernst zu meinen. Jens Friebe hat bei jedem Konzert die richtigen Freunde im Publikum. Ob Tex Rubinowitz diesmal wieder da war, weiß ich nicht. Aber wir waren da. Und ich ärger mich auch nicht, dass er mit »Jede Menge Ziele« mein Lieblingstsück von »In Hypnose« genüsslich ausgelassen hat. Aber wie so oft stand dieses Stück eh als implizites Motto hinter dem Abend: »Und ich hab jede menge Ziele  ihr habt vielleicht mehr / Aber ich hab auch ganz viele, ich verrat sie euch bloß erst hinterher.« Lieber Herr Friebe, gerne. Solange es so großartig klingt wie bisher. 
&lt;hr /&gt;</description>
    <dc:creator>wiesengrund</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://txt.twoday.net/topics/concert.diary&quot;&gt;concert.diary&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 wiesengrund</dc:rights>
    <dc:date>2006-02-26T09:54:04Z</dc:date>
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